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4/2016



                             Bild: G. Zawada


Tag der Heeresflugabwehr 2016 in Sigmaringen
 
Unser Bild des Quartals zeigt die Begrüßung unserer Mitglieder beim diesjährigen Tag der Heeresflugabwehr in der historischen Innenstadt von Sigmaringen. Im Mittelpunkt der Tage in Sigmaringen stand neben der Mitgliederversammlung, dem Kennenlernen der Region und einem militärischen Programm auch die Besichtigung der ehemaligen Kaserne des Flugabwehrbataillons/-regiments 10. Es ist einhellige Meinung aller Teilnehmer, dass es sich auch lohnt, einmal eine etwas weitere Fahrt zu unseren jährlichen Treffen auf sich zu nehmen.





3/2016



Bild: Rheinmetall Air Defence AG

Flugabwehr im Nah- und Nächstbereich - Gedanken zu Möglichkeiten der Schließung einer Fähigkeitslücke beim Heer.
Bei der mobilen bodengebundenen Flugabwehr im Jahr 2016 besteht insbesondere im Nah- und Nächstbereich eine Fähigkeitslücke, die es in naher Zukunft zu schließen gilt. Ein eigentlich bereits vorgegebener Entwicklungsschritt dazu muss sein, das Waffensystem MANTIS so weiterzuentwickeln, dass zusätzlich zum stationären Wirkspektrum gegen RAM- und andere Flugziele auch mobil gegen dieses Zielspektrum gewirkt werden kann. Sensor und Effektor könnten dazu auf eine eingeführte Waffenplattform (z.B. GTK, Puma) installiert werden.

Unser Bild des Quartals zeigt eine mögliche Antwort, den entwickelten „Skyranger“ der Firma Rheinmetall





Bild: Gemeinschaft der Heeresflugabwehrtruppe, Archiv

Die Bundeswehr wird aufgestellt - Erste Entscheidungen zur Heeresflugabwehrtruppe

Nachdem am 12. November 1955 in der Bonner Ermekeilkaserne den ersten freiwilligen Soldaten der Bundeswehr die Ernennungsurkunden überreicht worden waren, wurden vor 60 Jahren - im I. Quartal 1956 - die Weichen für die weitere Aufstellung und Stationierung der Truppenteile, zunächst der Lehrtruppenteile und Schulen, gestellt. Mit dem Aufstellungsbefehl Nr. 9 vom 22. März 1956 legte der Bundesminister für Verteidigung fest: "Es sind aufzustellen durch Aufstellungsstab Nord Truppenschule Fla-Truppen in Rendsburg, Flakkaserne."

Unser Bild des Quartals zeigt die Kaserne zu der damaligen Zeit.





 
Bild: Buch "Flugziel auf Kurs"

Helmut Schmidt - Flugabwehrsoldat und Kriegsteilnehmer

Helmut Schmidt, der Ende des vergangenen Jahres von uns gegangen ist, war nicht nur einer der anerkanntesten Politiker Deutschlands, sondern auch Flugabwehrsoldat. Er war im Krieg neben mehrmaligem Einsatz an der Ost- und Westfront auch Referent für leichte Flugabwehrwaffen an der Flak-Artillerieschule II in Stolpmünde.

Nach dem Krieg haben ihm - wie er selbst sagt - die Kriegserfahrungen in seinem politischen Leben sehr geholfen. Auf die Entwicklung der Heeresflugabwehrtruppe hat er nach Aufstellung der Bundeswehr aktiv Einfluss genommen.

Das Bild zeigt ihn während einer Wehrübung 1958 an der Heeresflugabwehrschule in Rendsburg im Gespräch mit dem Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger.







Bild: G. Zawada

Die Teilnehmer am diesjährigen Tag der Heeresflugabwehr haben am 3. Oktober 2015 am von Professor Kupsch geschaffenen Bogenschützenehrenmal, dem Symbol der Heeresflugabwehrtruppe, auf dem Friedhof Bergstraße in Berlin-Steglitz einen Kranz niedergelegt und der Gefallenen der Flugabwehr gedacht.
Das Bild des Quartals IV/2015 zeigt die Teilnehmer bei der Kranzniederlegung. Einzelheiten zu der Gesamtveranstaltung lesen Sie in diesem BOGENSCHÜTZEN ab Seite 18.

 



Bild: G. Zawada

Der Tag der Heeresflugabwehr mit der jährlichen Mitgliederversammlung (am 3. Oktober) führte in diesem Jahr in die Bundeshauptstadt. Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung war die Wahl des Vorstandes. Unser Bild zeigt die Teilnehmer nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal für die Gefallenen der Flak-Artillerie auf dem Friedhof an der Bergstraße in Berlin-Steglitz.








Flugabwehr im  Nah- und Nächstbereich – nicht ganz vergessen

Bild: Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH


Unser Bild zeigt Überlegungen der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH (FFG) zu MANTIS auf "Protected Mission Modul Carrier G5" (PMMC G5). Dabei geht es derzeit allerdings nur um die technische Prüfung der Möglichkeit einer Realisierung auf einem entsprechend geschützten und ausreichend beweglichen Fahrgestell der FFG für das Waffensystem MANTIS.
Lesen Sie zum Thema Flugabwehr im Nah- und Nächstbereich den Artikel des letzten Generals der Heeresflugabwehrtruppe in der aktuellen Ausgabe des Bogenschützen.






Vor 50 Jahren – Verleihung der ersten Truppenfahnen an das Heer



Bild: Buch "Flugziel auf Kurs"

Am 24. April 1965 wurden an 319 Bataillone des Heeres im Preußenstadion in Münster in einer beeindruckenden Zeremonie die Truppenfahnen vom Inspekteur des Heeres Generalleutnant de Maiziere im Beisein des Bundesministers der Verteidigung Kai-Uwe von Hassel an die Kommandeure übergeben. Die Truppenfahnen der Bundeswehr wurden durch den Bundespräsidenten Heinrich Lübke mit Anordnung vom 18. September 1964 gestiftet.
Unser Bild zeigt das Flugabwehrbataillon 11, das am 21. September 1966 mit der neuen Truppenfahne an der Spitze mit allen Rad- und Kettenfahrzeugen durch Achim paradierte, ein Ereignis, das sich in dieser Form nicht wiederholen sollte.







Volkstrauertag am Ausbildungszentrum Munster


Bild: AusbZ Munster/K. Selsemeier

Am Volkstrauertag 2014 legte die GEMEINSCHAFT DER HEERESFLUGABWEHRTRUPPE E.V., wie in den letzten Jahren einen Kranz am Ehrenmal in Munster nieder. Neben den Ehrenposten, gestellt durch das Ausbildungszentrum Munster, sind unser Präsident, Brigadegeneral a.D. Udo Beitzel (rechts) und der zweite stellvertretende Vorsitzende Oberstleutnant a.D. Klaus J. Peters (links) neben unserem Kranz auf dem Bild zu sehen.





Vor 50 Jahren
Die Flugabwehrschule wird dem Heer unterstellt und die Flakkaserne in Rendsburg wird in Rüdel-Kaserne umbenannt


Bild: Chronik HFlaS

Ab 1. Oktober 1964 untersteht die Schule, jetzt Heeresflugabwehrschule, und auch das Flugabwehrlehrbataillon dem Heer. Die Übergabe findet durch den Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Panitzki, am 6. Oktober in Rendsburg statt. Damit verbunden ist die Unterstellung des  Flugabwehrlehrbataillons unter das Kommando der 3. Panzerdivision in Buxtehude. Gleichzeitig wird es in Flugabwehrbataillon 3 umbenannt. Die Repräsentanten Rendsburgs, die Offiziere der Schule und als besonderer Gast die Gattin des verstorbenen Generaloberst Rüdel, nehmen an dieser Veranstaltung teil. Der Chef des Truppenamtes, Generalmajor Mäder, erklärt, dass mit Billigung des BMVg und des Senats der Stadt Rendsburg, die Kaserne künftig den Namen "Rüdel-Kaserne" tragen wird.

 




Vor 100 Jahren - Flugabwehr zu Kriegsbeginn
 


Bild: Archiv Klaus J. Peters

Bei Kriegsbeginn 1914 wurde die Bedrohung weniger durch Flugzeuge als vielmehr durch Ballons und Luftschiffe gesehen. Es wurden deshalb zum Schutz der strategisch wichtigen Rheinbrücken alle sechs auf Kraftwagen vom Typ 14 Krupp-Daimler montierten Ballonabwehrkanonen (Bak) 7,7 cm L/27 eingesetzt. Weitere bespannte Bak schützten Objekte im Heimatland. An der Front schützte die Truppe sich mit Geschützen der Feldartillerie, mit Maschinengewehren auf provisorischen Dreibeinen und mit Gewehren gegen den neuen Luftfeind. So betrieben die Soldaten erstmals Fliegerabwehr. Die Feldartillerie musste jedoch schon Ende 1914 erkennen, dass nur Sondergeschütze und eine eigene Sparte der Artillerie den geforderten Flugabwehrschutz leisten konnten.
 

 


 
Luftraumüberwachungsradar beendet Einsatz in Afghanistan


Bild: Bundeswehr/EKT

Nach etwas mehr als 6 Jahren Einsatz am Flugplatz Mazar-e Sharif in Afghanistan endete Mitte März diesen Jahres der Einsatz unseres Luftraumüberwachungsradars (LÜR). Diese Aufgabe wird nun von einem anderen Radargerät übernommen. Der Einsatz war ursprünglich für ca. ein bis zwei Jahre vorgesehen. Die damals vorgesehene Ablösung durch ein von der Luftwaffe zu beschaffenes neues, für die Aufgabe an einem Flugplatz optimiertes Radargerät der Luftwaffe wurde jedoch nie durchgeführt. Der überlange Einsatz forderte vor allem die wenigen am LÜR ausgebildeten Soldaten sehr. Diese Kameraden haben die Leistungsfähigkeit von Heeresflugabwehrsoldaten in truppengattungsfremden Aufgaben überzeugend bewiesen. Wir wünschen nach Rückkehr eine gute Erholung in der Heimat.