Dokumentation Flugabwehr

Dokumentation Flugabwehr

Geschichte der Flugabwehr des Deutschen Heeres – eine Dokumentation

Seit 2012 ist die Heeresflugabwehrtruppe aufgelöst. 10 Jahre besteht die GEMEINSCHAFT DER HEERES-FLUGABWEHRTRUPPE E.V. in diesem Jahr. Das ist Grund genug, die Geschichte dieser kleinen, aber stets effektiven Truppengattung in einer Ausstellung zu dokumentieren, in der Hoffnung, sie nicht vollständig in Vergessenheit geraten zu lassen. Auf die Luftverteidigung der Luftwaffe wird dabei nur am Rande dort eingegangen, wo eine Trennung nicht möglich und sie zum Gesamtverständnis eine Darstellung erforderlich ist oder es zeitweise nur eine gemeinsame Flugabwehr gab.

Einführung

Um die Entstehung der im Vergleich zu anderen Truppengattung jungen Heeresflugabwehrtruppe zu verdeutlichen, führt ein kurzer Exkurs in die Geschichte der Flugabwehrtruppe des Deutschen Heeres ein. Sie beginnt im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871. Während der Belagerung von Paris durch preußische Truppen ergab sich erstmals die Notwendigkeit der Bekämpfung von Flugzielen. Der Abschuss eines auf französischer Seite eingesetzten Freiballons durch eine von Friedrich Krupp entwickelte Ballon-Abwehr-Kanone am 12. November 1870 kann somit durchaus als Geburtsstunde der bodengebundenen Flugabwehr bezeichnet werden. Die gesamte Entwicklung macht auch deutlich, wie wichtig die Antworten auf neue Bedrohungen in kriegerischen Auseinandersetzungen sind.

Hauptteil 1 - Flugabwehrkampfweise

An exemplarischen Beispielen werden die Entwicklung der Heeresflugabwehrtruppe und ihr Einsatz in sechs Abschnitten dargestellt. Von der Entstehung der Luftverteidigung/Flugabwehr 1956 über die Trennung in Heer und Luftwaffe bis zurAuflösung 2012 werden u.a. die Modernisierung, die Einsatzarten Feuerregelungen und das Thema Freund-, Feinderkennung dargestellt. Die Heeresflugabwehr in den einzelnen Heeresstrukturen wird genauso gestreift wie die Zusammenarbeit mit anderen Luftraumnutzern, die Luftraumordnung und das Führungs- und Waffeneinsatzsystem, das Heeresflugabwehraufklärungs- und Gefechtsführungssystem (HFlaAFüSys).



Hauptteil 2 - Die Heeresflugabwehrtruppe

Im Mittelpunkt des zweiten Teils stehen die Verbände und Einheiten sowie die Vorstellung der Waffensysteme und Aufklärungsmittel der Heeresflugabwehrtruppe. Um eine Deutschlandkarte angeordnet, auf der alle Standorte von Achim bis Zingst aufgeführt sind, sind Kurzchroniken aller Verbände und selbstständigen Einheiten aufgeführt. Den FlakPz GEPARD kennt fast jeder. Unsere Hauptwaffe steht quasi für die ganze Truppengattung. Aber andere, vor allem in der Aufbauzeit eingesetzte Waffensysteme wie M 16, Skysweeper oder unser erstes Radargerät TPS 1E sind vielen nicht so gut bekannt. Daher sind auch diese Systeme hier in Form von Steckbriefen und Kurzbeschreibungen vorgestellt, um ein abgerundetes Bild zu ergeben. Ergänzend dazu sind diese Systeme in einer Vitrine als Modelle ausgestellt.
 



Hauptteil 3 - Schulen der Flugabwehr

Im dritten Teil wird in einer Kurzchronik auf unsere Schule in der Entwicklung von der Flugabwehrschule (beider TSK) zum Ausbildungszentrum Heeresflugabwehrtruppe als Teil des Ausbildungszentrums Munster, dargestellt.




Begleitmaterialien

Besuchen Sie die Ausstellung im Gebäude 31 der Kaserne Panzertruppenschule in Munster und lassen die Flugabwehr des Deutschen Heeres noch einmal Revue passieren. Ihnen stehen vor Ort ein Begleitheft zur vertiefenden Lektüre sowie Links zum Zugriff auf Internetseiten zur Verfügung. Über eine Rückmeldung freuen wir uns, um die Ausstellung weiterentwickeln zu können. Wir laden Sie herzlich dazu ein. Viel Vergnügen dabei.

Michael Kleibömer
Oberstleutnant a.D. und Vorsitzender